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Logistik am Limit: A3-Großbaustelle im Parallelbetrieb

Absetzbecken auf mehreren Bauabschnitten plus mobile Dieselversorgung (950 l)

Projektkontext (öffentlich) Ausbau der A3 – Großprojekt auf einer Strecke von 71 km zwischen AK Biebelried und AK Fürth/Erlangen (Quelle: Eiffage)
Auftraggeber (Projektseite) Autobahndirektion Nordbayern (Quelle: Eiffage)
Bauzeit (Projektseite) Mai 2020 – Dezember 2025 (Quelle: Eiffage)
Use-Case 1 Wasserhaltung / Sedimentation
Mietlösung 1 Absetzbecken – teilweise bis zu 10 Stück parallel auf verschiedenen Bauabschnitten (User-Input)
Use-Case 2 Baustellenbetankung / Diesel-Logistik für Maschinen
Mietlösung 2 (mehrfach im Einsatz) Mobile Dieseltankstelle 950 l (doppelwandig, feuerverzinkter Stahl, stapelbar/abschließbar) – Produktdaten Zieglmeier
Betankungstechnik (Produktdaten) 230V-Pumpe (45 l/min genannt), mechanisches Zählwerk, Zapfschlauch – Produktdaten Zieglmeier
Nachweis (Produktdaten) Zulassung als Großpackmittel „IBC“ für Transport nach ADR/RID – Produktdaten Zieglmeier

Großbaustellen im Autobahnausbau sind keine Gesamtbaustellen – sie bestehen aus parallel laufenden Abschnitten und wechselnden Takten und Bedarfsspitzen. Im Projektkontext A3-Ausbau (71 km zwischen AK Biebelried und AK Fürth/Erlangen, Bauzeit 05/2020 – 12/2025 laut Projektseite) muss Infrastruktur deshalb skalieren – nicht nur bei Material und Gerätschaften.

Für die Wasserhaltung wurden Absetzbecken vermietet und teilweise bis zu 10 Stück gleichzeitig auf verschiedenen Bauabschnitten betrieben. Parallel dazu waren mehrere mobile Dieseltankstellen (950 l) im Einsatz, um die lückenlose Baustellenbetankung zu gewährleisten. Die 950l Einheiten sind doppelwandig, aus feuerverzinktem Stahl, stapelbar, abschließbar und mit einer 230V-Pumpe (45 l/min genannt) sowie Betankungszubehör verfügbar.

Nutzen: Wasserhaltung und Treibstoffversorgung liefen als planbare, verteilbare Infrastruktur über mehrere Bauabschnitte – passend zu Parallelbetrieb und Baufortschritt.

Die Herausforderung

Im Ausbau von Verkehrswegen entscheidet nicht nur die Bauleistung, sondern die Nebenlogistik: Wasserhaltung, Sedimentation, Betankung, Materialflüsse – alles muss mit dem Baufortschritt „mitwandern“. Beim A3-Ausbau wird auf der Projektseite ein 71 km langes Großprojekt zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen beschrieben; als Bauzeit sind 05/2020 bis 12/2025 angegeben.

In solchen Strukturen entstehen typische Engpässe an zwei Stellen:

  1. Wasserhaltung/Sedimentation: Wenn mehrere Abschnitte gleichzeitig arbeiten, reicht eine zentrale Lösung selten aus. Wasser fällt dezentral an – und muss somit auch dezentral gelagert werden, damit Takt und Arbeitsqualität stabil bleiben.
  2. Treibstofflogistik: Maschinenstillstand passiert nicht nur wegen Technikausfällen – oft fehlt lediglich eine saubere Versorgungskette. Gerade bei verteilten Abschnitten muss eine lückenlose Betankung organisiert sein.

Die operative Konsequenz: Nicht „ein Tank“ oder „ein Becken“ wird eingesetzt, sondern ein skalierbares System aus mehreren Einheiten, verteilt über die einzelnen Bauabschnitte.

Die Lösung – System statt Produkt

Die Umsetzung folgte einem einfachen Prinzip: Mehrpunkt-Infrastruktur statt Einzellösung.

Baustein 1: Absetzbecken im Parallelbetrieb

Für die Wasserhaltung wurden Absetzbecken so eingesetzt, dass mehrere Bauabschnitte gleichzeitig versorgt werden konnten – teilweise bis zu 10 Becken parallel, verteilt auf verschiedene Abschnitte (User-Input). So wurden Querabhängigkeiten reduziert: Ein Abschnitt blockiert nicht den nächsten, weil Sedimentation an einem Engpass „hängt“.

Baustein 2: Mobile Dieselversorgung mit mehreren 950l Einheiten

Ergänzend waren mehrere mobile Dieseltankstellen mit 950 l im Einsatz. Die Einheiten sind laut Produktdaten als doppelwandige Transporttanks ausgeführt, stapelbar und abschließbar, aus feuerverzinktem Stahl und mit Betankungstechnik verfügbar – hier: 230V-Pumpe (45 l/min genannt) plus Zubehör. Als Transport-/Handling-Aspekt ist außerdem die Zulassung als Großpackmittel „IBC“ für Transport nach ADR/RID auf der Produktseite genannt.

Die Umsetzung – Step-by-Step

  1. Bedarf je Bauabschnitt erfassen: Wasseranfall, Sedimentation und Betankungsbedarf entlang der parallel laufenden Abschnitte strukturieren.
  2. Systemanzahl festlegen: Absetzbecken abschnittsweise verteilen (teilweise bis zu 10 parallel) und mehrere 950l Dieseltankstellen als dezentrale Betankungspunkte einplanen.
  3. Logistik und Stellflächen organisieren: Aufstellpunkte je Abschnitt so wählen, dass Abläufe reibungslos funktionieren.
  4. Anlieferung und Inbetriebnahme: Einheiten abschnittsweise bereitstellen und als feste Prozessbausteine in den Baustellenbetrieb überführen.
  5. Parallelbetrieb führen: Wasserhaltung und Betankung als wiederkehrende Routine mit klaren Schnittstellen betreiben; Einheiten bei Bedarf mit dem Baufortschritt umsetzen.

Der Nutzen

  • Skalierbarkeit im Baufortschritt: Mehrpunkt-System lässt sich an Bauphasen anpassen (Absetzbecken teils bis zu 10 parallel; mehrere Betankungspunkte).
  • Taktstabilität: Wasserhaltung und Treibstoffversorgung werden als Infrastruktur geführt, nicht als Ad-hoc-Thema.
  • Entzerrung im Parallelbetrieb: Dezentrale Becken und Tankstellen reduzieren Abhängigkeiten zwischen Abschnitten.
  • Praxisgerechte Betankung: 950l Einheiten mit 230V-Pumpe (45 l/min genannt) als definierte Betankungsstationen (Produktdaten).